25.03.2011

Wer Wahrheit sagt, dem traut man nicht ...

 
Vor den Wahlen spielen wirklich alle verrückt:
  1. Ein Umweltminister macht ein Gesetz, in dem die Betreiber von Atomkraftwerken die Sicherheit ihrer Meiler selbst kontrollieren, verlängert die Laufzeit der ältesten Auslaufmodelle und behauptet allen Ernstes, einen riesigen Fortschritt in Sachen Sicherheit erkämpft zu haben.
  2. In Japan gibt's ein Problem und prompt versucht man den Wählern man mit hochernster Miene einzureden, daß das ohne Gesetzgebung verordnete "Moratorium" einzig allein der Sicherheit der Bürger dient. (Jetzt kratzt bei mancher die Nasenspitze an der Decke, wenn sie schlafen geht. Hatten wir nicht die sichersten Atomkraftwerke der Welt - quasi mehr oder weniger fast ganz ohne Restrisiko? ... oder war das doch Politikergarn?)
  3. Ein Stromerzeuger mit großem R, behauptet allen Ernstes, daß ja schon immer die Sicherheit der Bürger höhere Priorität gehabt habe als der Profit (... und die Kinder macht der Papst!)
  4. Ein Noch-Wirtschaftsminister, gibt vor erlesener Runde zu, daß das "Moratorium" ein Wahlkampfmaneuver ist. Ich verstehe ja: Wenn man nicht mehr schlafen kann, rutscht einem leicht mal was raus, das wirklich so gemeint ist. Trotzdem peinlich, oder?
  5. Ein Geschäftsführer muß den Hut nehmen, weil einer seiner Mitarbeiter die Wahrheit protokolliert hat. Wie schändlich, jemanden bei der Wahrheit zu erwischen! Es durfte einfach nicht passieren! Die Berufsehre ist verwirkt!
  6. Die Opposition verlangt den Rücktritt des Wahrsagers ... (Und ich dachte immer, eine Krähe, hackt der anderen nicht die Augen aus!)
Damit wird nun endgültig klar:
  • Früher wurde man für's Lügen bestraft, heute für die Wahrheit!
  • Also: Wahrheit schadet nur. Und Wahrheit tut weh.
  • Alle dachten, Schwester Welle, bringt die FDP an den Rand des Abgrundes, aber in Wahrheit tut es das leichtfüßige Brüderlein.

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